Mesnerin Predigerkirche
Frau Sylvia SchnizlerTel:
0741-21036

Die Mesnerin, ist die "gute Seele" der Predigerkirche und Ansprechpartnerin für das Herrichten der Predigerkirche für Gottesdienste und besondere Veranstaltungen

April 2018: Seit nunmehr 30 Jahren: Mesnerin-Dienst in der Predigerkirche.

Mit der Kirche ist sie aufgewachsen, erzählt Silvia Schnizler lächelnd, während sie den Chorraum der Predigerkirche nass durchwischt. Ihre Mutter warHausmeisterin im Johannitergemeindehaus gewesen, in dem sie damals auch gewohnt haben. So habe sie Kirche und Gemeindeleben bereits von Kindes-beinen an begleitet.
Im Alter von 19 Jahren sei sie gefragt worden, ob sie die Vertretung für die erkrankte Mesnerin in der Predigerkirche übernehmen wolle. Sie wollte. Und aus der Krankheitsvertretung sind jetzt 30 Jahre Mesnerdienst geworden. Eine erfüllende Aufgabe, wie Silvia Schnizler erzählt. 

Anfangs sei es für sie gar nicht so leicht gewesen, erinnert sie sich. Viele hätten dem »jungen Mädel« die Aufgabe nicht zugetraut. »Mittlerweile haben sie ihre Meinung geändert«, sagt sie augenzwin-kernd. Wenn sie morgens die Kirche für Besucher aufgeschlossen hat, geht sie ans Werk.  Derzeit sind auch noch Bauarbeiter in der Kirche beschäftigt und die neuen Lampen werden installiert. »Da kommen schon immer wieder Fragen«.
Neben Putzen und Gottesdienstvorbereitung gehört auch die Überwachung der Elektrik und Technik zu ihren Aufgaben. Die Arbeit geht Silvia Schnizler jedenfalls nicht aus. »Und langweilig wird es auch nicht«, sagt sie, denn immer wieder sei viel Flexibiliät gefragt. Sei es bei der Vorbereitung von Konzer-ten, Konfirmandenproben oder Hochzeitsvorbereitungen.
So manches Mal wird dann der freie Tag eben verschoben, das mache der Mesnerin nichts aus. Ihre Arbeit macht ihr viel Spaß. »Ich habe bislang keinen Tag bereut«, freut sie sich. Ihr Dienst sei sehr abwechslungsreich. »Es ist immer wieder schön, wenn Besucher in die Kirche kommen, Fragen haben und man ins Gespräch kommt«.

Gelegentlich sei es zwar auch mal einsam, »aber dann bin ich froh, wenn mal jemand zum Orgel üben kommt«. So richtig allein ist Silvia Schnizler nie.

Auch zu ihrer Kollegin Severine Mattes im Münster habe sie einen guten Kontakt. »Austausch und Kontakt sind mir sehr wichtig. Das ist gelebte Ökumene«, sagt sie. Gerne erinnere sie sich zudem an den Vorgänger von Severine Mattes, Ivan Drempetic. »Es war ein sehr liebevoller Kollege, den ich sehr geschätzt habe«, sagt sie.

Text und Foto (zunächst im "Schwarzwälder Boten"): Siegmeier