HomeKontaktMenü

Alle folgenden Vorträge in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung
Zum Veranstaltungs-Kalender der Kath. Erwachsenenbildung Rottweil hier klicken





Vortrag "Gasthaus Kirche"

Gasthaus Kirche - Sehnsuchtsort für prophetische und seelische StärkungVortrag von Prof. Dr. Fulbert Steffensky Die Reformation hat vor 500 Jahren viel in Gang gesetzt. Kirche ist im Wandel, die evangelische genauso wie die katholische. Sehnsucht nach Spiritualität, nach klaren prophetischen Wegweisungen, nach einer ökumenischen Kirche Jesu Christi treibt auch  in unserer säkularen Zeit viele Menschen um.

Fulbert Steffensky, evangelischer Theologe mit katholischen Wurzeln hat in den letzten Jahrzehnten viel nachgedacht und geschrieben über diesen Sehnsuchtsort Kirche: „ Wo Glaube wohnen kann“, „Das Haus, das die Träume verwaltet“. So lauten zwei Titel seiner Bücher.
In der Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 laden wir Sie herzlich zu diesem Vortrag ein.
Freitag, 17. Juni 2016
um 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus, Johanniterstr.30
In Kooperation mit der keb Rottweil
Beitrag: 6.-/4.-
Am Sonntag, 19. Juni 2016 wird Fulbert Steffensky  beim Gottesdienst in der Predigerkirche um 9.30 Uhr  die Predigt übernehmen.


Tagung: "Identität, Emanzipation und Entfremdung im digitalen Zeitalter"

Ein Seminar der evang. Erwachsenenbildung Rottweil in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Forum Soziale Technikgestaltung
24./25. Juni 2016
Beginn: Fr.24. 6. 2016 14.30 Uhr
Ende:    Sa. 25.6. 2016 14.30 Uhr
Gemeindehaus Johanniterstr.30, Rottweil
Kosten 20.-
Infos: www.fes.de/Ink/rottweil
Anmeldung: sieglinde.hopfauer@fes.de
Die Digitalisierung prägt die Wirtschaft, die Kultur und auch unser alltägliches Leben.
Die Ausbreitung moderner Informations – und Kommunikationstechnik verändert die Lebens – und Arbeitswelt enorm. Der Wandel sendet uns dabei widersprüchliche Versprechen. Einerseits verheißt er uns ein neues Miteinander – die Kommunikation über Smartphone und verschiedenste soziale Netzwerke ist grenzenlos und international. Es soll ein demokratischeres Arbeiten geben – neue Beschäftigungsformen und eine größere individuelle Freiheit.
Aber – wir erleben auch das Gegenteil. Die Kommunikation in der digitalen Welt kann auch zu einer Verrohung der Sprache und Themen führen, weil es scheinbar keine direkte Verantwortung mehr geben muss für das Geschriebene. Die Anonymität im Netz verleitet zu Verletzungen und Provokationen. Auch die Überwachung im Netz ist ein Problem.
Wie wirkt sich die globale Virtualität eigentlich aus auf die Frage nach der Identität? Gibt es inzwischen eine Aufteilung in  ein „ Arbeits-Ich“, ein „Welt-Ich“ und ein„ Netz-Ich“? Prof. Dr. Klaus Kornwachs, Technikphilosoph aus Ulm/ Shanghai geht dieser Frage nach. Professorin Dr. Marianne Gronemeyer, Wiesbaden  fragt danach, welche Gefahren sich verbergen in der ungeheuren Beschleunigung .Wir werden autonomer, aber nicht souveräner. Trägt die digitalisierte Arbeitswelt eher zur Emanzipation bei oder führt das zu einem entfremdeten Arbeiten?
Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung und gefragter Referent zu den Fragen Industrie 4.0 und Valentina Kerst, Zentrum für digitalen Fortschritt, Köln  diskutieren, welche Auswirkung das auf die politische Kultur hat. In gemeinsamen Gesprächen soll auch die Frage nach dem Menschenbild eine Rolle spielen.


Innerhalb dieses Seminars ist ein Vortrag, der auch als Einzelveranstaltung besucht werden kann:
Vortrag von Prof. Marianne Gronemeyer am Freitag, 24. Juni
19.30 Uhr „ Beschleunigung und Entfremdung. Warum wir autonomer, aber nicht souveräner werden“



Vortrag: Das Jahrhundert der Flüchtlinge

Das Jahrhundert der Flüchtlinge - Von Syrien über den Libanon, zu den Schwarzafrikanern oberhalb von Melilla
Rupert Neudeck
, Journalist, Aktivist, Mitgründer des Cap Anamur/ Deutsche Not-Ärzte e.V.
Montag 27. Juni  19.30 Uhr        Kapuziner,Sonnensaal
Eintritt frei, Spenden willkommen zugunsten des Friedenskorps Grünhelme e.V.
Wir werden die Flüchtlinge nicht so schnell wieder losbekommen. Im Mittelmeer und der Ägäis müssen wir Europäer bereit sein, weiter Menschen in Seenot zu retten und in den nordafrikanischen Ländern Marokko, Tunesien, Algerien und Ägypten sollten wir Berufsausbildungsprogramme für afrikanische Flüchtlinge machen, die nach bestandener Prüfung auch in ihr Heimatland zurückgehen können. Auch auf die aktuelle Situation, die wir von heute nicht voraussehen können, wird Rupert Neudeck in seinem Vortrag eingehen.
Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung, Freundeskreis Asyl, keb Rottweil, und MGH Kapuziner Rottweil



MARTIN LUTHER UND JOHANN SEBASTIAN BACH

 Ihr Leben - ihre Zeit

 Ökumenische Reformationsreise vom 29.10.-03.11.2016

Gruppenleitung: Pfarrerin Esther Kuhn-Luz  & Herr Frido Ruf, Leiter KEB

 An Originalschauplätzen in Thüringen und Sachsen wollen wir den dramatischen Anfängen der Reformation in den Jahren 1517 bis 1525 nachspüren und auch ihre weltgeschichtlichen Auswirkungen in den Blick nehmen. Eine Einführung in Luthers Theologie, sein Bibelverständnis und seine Rechtfertigungslehre werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Wir werden den spannungsvollen Auf- und Umbruch dieser Epoche zwischen ausgehendem Mittelalter und beginnender Neuzeit nachempfinden und Linien bis in unsere Zeit ziehen können.

 1. Tag: Samstag, 29.10.2016

Busfahrt von Rottweil nach Eisenach: Aufstieg zur Wartburg mit Führung im Palas, Gang durch die Gemäldeausstellung und den Elisabethengang zur Vogtei mit Lutherstube, wo der „Junker Jörg" das Neue Testament übersetzte und damit die Grundlage für unsere neuhochdeutsche Schriftsprache schuf. Hotelbezug für eine Nacht. 

 2. Tag: Sonntag, 30.10.2016

Eisenach: Besuch des Bachhauses, das weltweit erste Museum, das Johann Sebastian Bach gewidmet wurde, sowie des Lutherhauses inkl. der Dauerausstellung „“Luther und die Bibel. Weiterfahrt nach Erfurt: Besichtigung der Alten Synagoge mit der Mikwe, die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge Mitteleuropas, deren Museum den Erfurter Schatz präsentiert und die Erfurter Hebräischen Handschriften thematisiert. Hotelbezug für zwei Nächte.

 3. Tag: Montag, 31.10.2016 (Reformationstag)

Erfurt: Besuch eines Gottesdienstes in Erfurt. Danach Stadtrundgang mit Fischmarkt, Rathaus und Krämerbrücke; Gang über den Anger mit Kaufmannskirche und Lutherdenkmal. Führung im Augustinerkloster, in das der Jurastudent M. Luther am 17. Juli 1505 als Novize eintrat, und im  Dom mit den berühmten Farbfenstern des hochgotischen Chors, wo Luther 1507 zum Priester geweiht wurde; In der Elisabethenkapelle im Nikolaiturm können mittelalterliche Wandmalereien aus dem Leben der heiligen Elisabeth bewundert werden.  Die Georgenburse diente im Mittelalter als Wohnhaus für Studenten und Lehrkräfte der Universität Erfurt, zwischen 1501 und 1505 wohnte Martin Luther dort.

 4. Tag: Dienstag, 01.11.2016

Erfurt: Besuch der Predigerkirche, eine der bedeutendsten erhaltenen Bettelordenkirchen und ein herausragendes Exemplar gotischer Sakralarchitektur. Darüber hinaus sind die Predigerkirche und das Kloster die einzigen erhaltenen Orte des Wirkens von Meister Eckhart, einem Theologen und Mystiker des 13./14. Jh., der bis in unsere Zeit hinein seine Bedeutung und Modernität nie eingebüßt hat. Danach Fahrt nach Eisleben, Martin Luthers Geburts- und Sterbeort: Gang über den Marktplatz und durch die Altstadt zum Geburtshaus, zur Taufkirche St. Peter und Paul und zu Luthers Sterbehaus. Hotelbezug für eine Nacht.

 5. Tag: Mittwoch, 02.11.2016

Fahrt nach Wittenberg, ab 1508 Hauptwirkungsstätte Martin Luthers: Stadtführung mit dem Marktplatz mit Rathaus sowie mit der Außenbesichtigung der Schlosskirche (UNESCO-Welterbestätte), an deren Tür Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen anschlug und so die Reformation einleitete. Im Innern befinden sich heute die Gräber Luthers und Melanchthons. Führung in der Stadtkirche St. Marien, Predigtkirche der Reformatoren Martin Luther und Johannes Bugenhagen. Hier wurde die Heilige Messe zum ersten Mal in deutscher Sprache gefeiert und das Abendmahl erstmals „in beiderlei Gestalt“, in Brot und Wein, an die Gläubigen ausgeteilt. Die Kirche ist damit die Mutterkirche der Reformation und auch das älteste Gebäude der Stadt. Im Innern befinden sich heute u.a. der von Lucas Cranach d.Ä. entworfene Reformationsaltar. Besuch der Lutherhalle (ehemals Augustinerkloster, ab 1525 Wohnsitz der Familie Luther, heute Museum mit der größten reformationsgeschichtlichen Sammlung überhaupt). Danach Besuch der Wirkungsstätte von Lucas Cranach in den Renaissancehöfen inmitten der Altstadt. Hotelbezug für eine Nacht.

 6. Tag: Donnerstag, 03.11.2016

Rückfahrt nach Rottweil.

Jahreslosung 2016

           Gott spricht:
           "Ja, ich will
          euch trösten
             wie einen
    seine Mutter tröstet"

         (Jesaia 66,13)
 

Grafik: Stefanie Bahlinger