"Gemeinsam für Frieden" - Schüler-Besuch aus Irbid/Jordanien

Ein großartiges Beispiel gelungener Inklusion (gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder) konnten die Besucher des Gemeindeabends der Rottweiler evangelischen Kirchengemeinde aus Anlass des Schülerbesuchs aus der „Arab Episcopal School“ in Irbid /Jordanien miterleben.

Seit einigen Jahren unterstützt die Kirchengemeinde die Initiative von Pfarrer Samir Esaid, für blinde und sehbehinderte und sehende Kinder eine gemeinsame Schulzeit zu gestalten, damit sie mit gegenseitiger Hilfe ihre Situation bewältigen können. Außerdem lernen in dieser Schule in Irbid, der zweitgrößten Stadt in Jordanien,  christliche und moslemische Schüler gemeinsam, respektvoll und freundschaftlich miteinander umzugehen. Auch soll in derzeit zehn Schuljahren eine gute Grundlage geschaffen werden für eine Berufsausbildung oder für weiterführende Schulbildung oder Studium. Die Schule ist 2004 von Pfarrer Esaid und seiner Frau gegründet worden als Grundschule und dann immer wieder um eine Jahrgangsstufe erweitert worden. Als Privatschule mit etwa 250 Schülern und 50 Mitarbeitern ist sie auf vielerlei Spenden angewiesen, und es ist der Schulleitung wichtig, auch persönlichen Kontakt zu halten und immer wieder Begegnungen mit einigen Schülern zu ermöglichen.  In eindrucksvollen Berichten sprachen die Schüler über das Zusammenleben der verschiedenen religiösen Kulturen in ihrer Schule und zeigten auf, welche technischen Möglichleiten es gibt, die Blindenschrift zu erlernen und dann am Computer in Normalschrift zu übersetzen und umgekehrt. Besonders ergreifend  waren die traditionellen Tänze, bei denen die Sehenden und die Blinden sich gut abstimmen konnten mit Sprache und Berührungsimpulsen. Und so ließen sich auch die Besucher anstecken zum Mitmachen.
Die Kirchengemeinde hat sich zur Aufgabe gemacht, diese inklusions-Bildungsarbeit weiterhin zu unterstützen, und wenn jemand privat eventuell eine Patenschaft für Schulgeld oder Unterrichtsmaterial oder Transportkosten übernehmen will, kann man beim Evangelischen Gemeindebüro Informationen erhalten.