...eine erste groß angelegte Spendenaktion zugunsten unserer Predigerkirche. Sie ist zwar Eigentum des Landes Baden-Württemberg, doch istder Staat nicht für alles in unserer Kirche zuständig.

In den vergangenen vier Jahren der vorbereitenden Planung hat sich heraus-gestellt, dass wir als Kirchengemeinde ganz erhebliche Gebäudeunterhalts-kosten zu tragen haben und zwar insbesondere all diejenigen, die mit unseren „speziellen“ Nutzungsbedürfnissen verbunden sind.
Darüber haben wir uns nun lange genug heftig mit den Vertretern des Landes auseinandergesetzt und sind jetzt an dem Punkt, dass wir zusammen mit dem Kirchenbezirk und der Landeskirche ein Sanierungspaket geschnürt haben, das wir als Kirche insgesamt finanzieren.

Eine außerordentlich dringliche Maßnahme ist die brandschutztechnische Absicherung der Sakristeiräume, insbesondere des sog.Abtszimmers, unseres Kinderkirchraumes. Hier besteht schon seit vielen Jahren akuterHandlungs- bedarf.
Damit verbunden ist auch eine Verlegung der Heizung aus dem Erdgeschoss
der Sakristei in das Dachgeschoss. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die ursprüngliche Sakristei mit ihrem gotischen Kreuzrippengewölbe wieder weitgehend herzustellen.

Gegenüber Gästen, liturgisch Mitwirkenden oder auch Musizierenden,
muss man sich fast schämen, wenn man von der jetzt noch sehr kleinen Sakristei durch den Heizraum, der zugleich z.B. auch die Mülleimer und manch Sperriges mehr beherbergt, in den Kirchenraum gelangen will (es sei denn, man wählt den Zugang durch den Psallierchor bzw. Hochaltar. Aberdas ist ja nicht die Regel.)

Der Kirchengemeinderat wünscht sich deshalb schon lange einen Sakristeiraum, der seinem Namen wirklich entspricht, denn die Sakristei ist tatsächlich auch ein sakraler Raum und dient in der Hauptsache liturgischen Zwecken. Dasseine größere Sakristei aber auch die Möglichkeit beispielsweise zum Gruppen-gespräch (Konfirmandenunterricht, Predigtnachgespräch, Taufgespräch usw.) bietet und sich Musiker darinwirklich besser auf die kirchenmusikalischen Aktivitäten vorbereiten können, das verbessert unsere gegenwärtige Situation ganz erheblich.

Zudem ist auch an eine weitere Toilette gedacht, die möglichst barrierefrei erreichbar sein soll (in jedem Fallohne die langeTreppe). Ob die Toilette tatsächlich im Sakristei-Erdgeschoss intergriert werden kann oder ob sie
eventuell gar unter der Orgelempore in einemetwas größeren Einbau, in dem dannauch das Stuhllager untergebracht werden
könnte, Platz findet, das wird jetzt in diesemSommer zu entscheiden sein.

Denn in diesem Frühjahr haben wir uns mit derVermögen-und-Bau-Verwaltung des Landes darauf verständigt, dass wir als KirchengemeindeBauherr sein werden. Das heißt, wir haben Herrn Jürgen Bauer als Architekt beauftragt
und er wird nun dem Bauauschuss noch einmal beide Varianten (bezüglich der
Toiletten) projektieren, so dass wir im Herbst die Entscheidung treffen können.
Fest steht,
dass wir in keinem Fall unsere Finanzierungsgrenze von 760.000,- Euro
übersc h r e i t e n können.

Eine weitere ganz wichtige Maßnahme ist die Erneuerung und Ve r b e s s e - rung unsererBeleuchtung, nachdem im vergangenen Herbst gar noch Leuchtmittel aufgrund enormer Hitze aus den Fassungen gefallen sind.
Seit der Abschaffung der Glühbirnen haben wir mit der Beleuchtung zunehmend
Probleme. Wir sind zuversichtlich, dass mit der Erneuerung der Beleuchtung

die Maßnahmen begonnen werden können und werden Sie demnächst im hinteren Teil der Kirche ausführlich über den Stand der Renovierung informieren.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Pfarrer Marcus Keinath