Weltgebetstag 2019

© Berthold Hildebrand

Der Weltgebetstag der Frauen ist 130 Jahre alt und damit die älteste und größte Frauenbewegung weltweit. Es ist eine ökumenische Tradition, die auch in Rottweil schon lange gepflegt wird. Wie immer am ersten Freitag im März trafen sich im Evangelischen Gemeindehaus Frauen und Männer, um zu beten und zu feiern. Ein sehr aktives Team von evangelischen und katholischen Frauen bereitete sich seit November letzten Jahres auf diesen Tag vor. Im Mittelpunkt der Betrachtung stand dieses Jahr die Situation von Frauen in Slowenien.

Slowenien ist als Land mitten in Europa seit 1991 eine Demokratie und seit 2004 Mitglied in der Europäischen Union. Neben seiner reichen Geschichte, Kultur und einer faszinierenden Natur gibt aber immer noch soziale Ungerechtigkeit, Armut und Ausgrenzung in diesem Land.

Das Plakat zum Thema des Tages wurde in diesem Jahr von der fast blinden Künstlerin Rezka Arnus gestaltet. Es zeigt einen reich gedeckten Tisch und Menschen am Rande. Diese ausgegrenzten Armen, Blinden und Lahmen sind – wie im Gleichnis vom Festmahl nach Lukas 14, 15-24, herzlich eingeladen, an der Tafel Platz zu nehmen.

Dies kam im zweiten Teil des Abends sinnenfällig zum Ausdruck. Das Rottweiler Team hatte sich viel Mühe gegeben und ein richtiges Fest vorbereitet. Die Tische waren festlich gedeckt. Es gab Suppen und verschiedenes Gebäck nach slowenischen Rezepten zubereitet. Die Flötengruppe unter Leitung von Beate Vöhringer begleitete den Gesang der Besucher, die wieder überaus zahlreich gekommen waren. Der Erlös aus der Kollekte geht an verschiedene Projekte für Frauen und Mädchen weltweit.